Im Gewirr eines wild wuchernden, ziemlich stacheligen Weißdornbusches, der nun seinen Herbstschnitt bekommt, ein kleines und nun leeres Vogelnest entdecken. Es ist in einer Astgabel verankert, aus der drei dicke Äste wachsen und das Nest sicher halten. Darüber viele kleine Zweige, die ein schützendes Dach bilden. Leider müssen diese Zweige der unbarmherzigen, aber notwendigen Beschneidung weichen, was den Blick auf das Nest freigibt. Es ist kunstvoll geflochten. Kein einziger Zweig stört das Innere, steht hervor oder davon ab. Die Aushöhlung ist kreisrund. In einer sehr regelmäßigen Schichtung wird das Vogelkükenbett von innen nach außen immer dicker. Noch hängen kleine, weiche Federchen darin fest. Fast möchte man ein Vogelküken sein, um sich dort einmal einzukuscheln.

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