Sie treten aus dem Haus hinaus in die Kühle des jungen Herbsttages. Die Sonne blinzelt zwischen den Ästen der Bäume hindurch. Es ist Sonntag, acht Uhr morgens. Fast mag man die Autotür nicht zuschlagen aus Sorge, jemanden unsanft zu wecken. Bei einem alten Auto machen Türen und Kofferraum nun mal mehr Lärm, bis sie geschlossen sind. Leise fahren sie an.

Die Hauptstraße ihres Dorfes führt an einer Pferdekoppel vorbei. Die Pferde darauf ruhen noch.

Eine Frau mittleren Alters fällt ihnen auf, die entgegen der Fahrtrichtung die Straße entlangläuft. Sie trägt einen eleganten, leuchtend lilafarbenen Overall, ein dünnes graues Jäckchen, eine Abendtasche und recht hochhackige, der Situation nicht gerade angemessene Schuhe. Während die Frau erstaunlich schnell läuft, tippt sie etwas in ihr Handy ein.

200 Meter weiter fahren sie an einem Haus vorbei. Es ist ein recht stattlicher, moderner Bungalow. In der Einfahrt zum Grundstück steht ein Mann. Sein weißes Hemd mit offenem Kragen hängt ihm aus der schwarzen eleganten Hose. Hosenträger baumeln ihm rechts und links vom Hosenbund an den Oberschenkeln herab. Sein ergrautes Haar ist zerknautscht, die Hände hat er in den Hosentaschen vergraben. Er schaut der Frau hinterher, regt sich aber nicht. Sein Blick scheint ins Leere zu gehen.