Mit dem Finger streicht das Mädchen an dem weichen hellgrauen PVC-Belag entlang, der über ihr die Decke ihrer Koje auskleidet. Sie liegt noch in ihren Schlafsack eingemummelt, der von außen klamm und kalt ist. Neben ihr schläft ihr Bruder. Das Segelboot schaukelt leicht, durch die Bullaugen blinzelt das Tageslicht schon herein. Draußen gluckert das Wasser an der Bordwand. Durch den Wind erzeugt die Takelage am Mast ein regelmäßiges, helles und metallisches Klicken, Klingeln und Schlagen. Sie mag diese Geräusche.

An der Verkleidung hängen Wassertropfen, die beim Berühren kitzelnd auf ihr Gesicht und ihre Haare fallen. Langsam fährt sie mit dem Finger weiter in Richtung Bruder. Die Tropfen fallen auf der ganzen Linie. Nun treffen sie ihren Bruder, was sie zum Lachen bringt. Sie zieht Kreise über ihm und es tropft. Er wacht auf, erschreckt sich, protestiert laut. Sie gackert vor Freude, und wieder mal ist die herrlichste Geschwisterkabbelei in Gange.