Bei einem Filmfest im Foyer darauf warten, dass man Einlass bekommt. Die vorherige Vorstellung ist noch nicht beendet, im Saal wird wohl noch angeregt über den vorangegangenen Film diskutiert.

Sich also in einen Sessel setzen, die Augen schließen, einfach warten. Im Brabbeln der anderen Wartenden eine angenehme Hintergrundmusik empfinden. Keinen Zeitdruck haben, weder Hunger, noch Durst. Es ist angenehm warm, der Sessel bequem. Zeit haben, um Menschen zu beobachten, die sich teils ruhig, teils angeregt unterhalten. Manche warten auch einfach nur, ohne etwas zu tun. Es gibt hier im Souterrain keinen Netzempfang. So sind die Besucher sich selber, ihren Begleitern und Nachbarn ausgeliefert.

Dann amüsiert und schmunzelnd einen Besucher beobachten, der von einem Fuß auf den anderen tritt, immer wieder demonstrativ den linken Arm hebt, auf die Uhr schaut, unwirsche Laute ausstößt und dann ruft, es könne sich ja jetzt nur noch um Stunden handeln.

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